Mit dem richtigen Plan zur gewinnbringenden Photovoltaikanlage
Photovoltaikanlagen stellen nicht ‚nur’ aus ökologischer Perspektive eine lohnende Investition dar. Wenn die äußeren Bedingungen erfüllt sind und Anlagebetreiber_innen geschickt wirtschaften, kann sich die Rendite sehen lassen.

Die PVA richtig planen.
Foto: Jennifer Gregorian
Eine Solaranlage ist immer ein Gewinn für die Umwelt. Damit sich das Projekt auch für die Anlagebetreiber_innen lohnt, sollte sich die Anlage in einer sonnigen Gegend auf einem geeigneten Dach befinden. Außerdem kommt es auf das ökonomische Geschick der Betreffenden an (Auswahl der Anbieter_innen, der Finanzierung etc).
Externe Bedingungen für die Tauglichkeit des Photovoltaikprojekts
Stromverbrauch: Anlagebetreiber_innen können den Eigenbedarf an Solarstrom anhand früherer Jahresabrechnungen errechnen. Daraus ergibt sich die erforderliche Fläche für die Photovoltaikanlage (PVA). Möchten sie zusätzlich Strom in das lokale Netzwerk einspeisen, benötigen sie eine entsprechend großflächigere Anlage.
Dach: Ideal ist ein südlich ausgerichtetes Dach mit einer Neigung von 30 Grad. Verschattungen sind für das Projekt von Nachteil.
Dachreparaturen sollten stets vor der Montage abgeschlossen sein: Das erhöht die ‚Lebensdauer’ der PVA.
Hausbesitzer_innen, können die Eignung des Daches für die Effizienz einer PVA von Expert_innen schätzen lassen.
Region: In südlichen Gegenden installierte Solaranlagen, produzieren mehr Kilowatt-Peak (KWp). Für Investor_innen die noch nicht über die zugehörige Immobilie verfügen, empfiehlt es sich in sonnigen Gegenden nach einem passenden Objekt Ausschau zu halten.
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Einfluss der Investor_innen auf den Erfolg der Solaranlage
Förderungen: Zuerst gilt es alle Optionen zur Projektförderung auszukundschaften und auszuschöpfen. Manche Gemeinden fördern PVA. Darüber hinaus gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Förderungen und Boni von der KfW-Bankengruppe und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Eigenkapital: Investror_innen sollten über einen ansehnlichen Eigenkapitalanteil verfügen, um sich nicht zu überschulden. Bestenfalls beläuft sich das eigene Investitionskapital mindestens auf die Hälfte der Gesamtfinanzierung. Das erhöht auch die Bonität der Betreffenden und verbessert die Chancen auf einen vorteilhaft konzipierten Kredit.
Fremdfinanzierung: Hierfür bedarf es vorab eines sorgfältig erstellten Finanzierungsplans, der alle vorhandenen Mittel sowie alle anfallenden Kosten beinhaltet.
Danach beginnt die Suche nach dem geeigneten Kredit. Die KfW bietet günstige Finanzierungen für PVA an. Jedoch ist es ratsam auch die Offerten weiterer Finanzdienstleister zu prüfen.
Auswahl der PVA-Anbieter_innen: Die Preise für Solarzellen variieren stark und die Abweichungen stehen nicht automatisch in einer Relation zur Qualität. Daher ist es zweckmäßig, möglichst viele Angebote einzuholen und zu vergleichen.
Wartung: Die Wartungsverträge weisen ebenfalls nicht zu unterschätzende Differenzen auf. Auch hierbei gilt es, mehrere Offerten zu prüfen.
Einspeisevertrag: Dieser Vertrag ist mit den örtlichen Stromnetzbetreiber_innen zu schließen. Letztere verpflichten sich damit gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG), den Solarstrom im Jahr der Inbetriebnahme der Anlage sowie in 20 darauf folgenden Jahren zum aktuellen Preis abzunehmen.
Dabei kann es zu Problemen mit den Stromnetzbetreiber_innen kommen, wie u. a. überhöhte Stromzählermieten oder sie verteilen die Haftungsrisiken verstärkt auf die Anlagebesitzer_innen. Weiterführende Auskünfte und Musterverträge gibt es beim Solarstrom-Magazin Photon (http://www.photon.de/photon_aktion/photon_aktion_einspeisevertrag.htm).
Gewinnrechnung: Nach zehn bis spätestens 15 Jahren sollte die Solaranlage in die Gewinnzone gelangen. Die Rendite lässt sich berechnen, indem man die Fremdfinanzierung (einschließlich der Zinsbelastung), alle laufenden Kosten (Mietverträge, Wartungen, Versicherungen etc.) sowie eventuelle Ausgaben (Reparaturen) der erwarteten Solarstromerzeugung plus der Vergütung durch den Verkauf von Solarstrom gegenüberstellt.
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